Sonntagsgedanken: Novemberwetter

In sonntagspost On

Vorschau auf morgen

Vorschau auf morgen

Kaum zurückgekommen aus Moskau regnet es in Berlin den ganzen Tag. Es ist kalt, nass und grau und der Herbst präsentiert sich heute von seiner hässlichen Seite. Ja, ich gebe zu, dass ich vom Herbst nur die schönen, trockenen Seiten mag. Wenn das Laub noch halb an den Bäumen hängt, statt matschig auf dem Boden und die Strassen gold-rot schimmern, statt braun und schmutzig. Wenn Laub noch Laub ist und kein Dreck. Aber bekanntlich kann ich mir das nicht aussuchen, erst recht nicht im November. Also stelle ich mir schon vor, wie ich den ganzen Sonntag wahlweise im Bett oder auf dem Sofa mit einer Kuscheldecke verbringe, in der einen Hand den Kakao, in der anderen die Fernbedienung und auf dem Schoss eine Katze. So richtig gemütlich faul sein. Darauf hab ich mich schon die letzten zwei Wochen gefreut!

„Schatz, ich würde heute gern spazieren gehen, wir können auch zum Flohmarkt, Freunde besuchen, ein bisschen die frische Luft geniessen!“ Früher habe ich mich immer gefragt, wer eigentlich diese komischen Menschen sind, die auch bei schlechtem Wetter gern vor die Haustür gehen, mich sogar gefragt, ob es sie tatsächlich gibt und heute bin ich mit einem zusammen...

„Ist das dein Ernst? Hast du schon mal rausgeguckt? Ich mein, kannste gerne machen – allein.“ Enttäuschung in seinem Gesicht, Entrüstung in meinem. Ich mein, wie kann man bitte freiwillig rausgehen. Und mir das auch noch vorschlagen, wo ich mir doch bereits diesen netten Plan hab einfallen lassen.

- kurze Zeit später -

Ich bin draussen. Dick eingepackt mit Steppjacke und Nikes. Ein wenig (sehr) motzig. Es ist draussen genauso wie ich erwartet habe: Kalt. Nass. Eklig. Mein Instinkt sagt: Ab wieder rein! Mein Herz sagt bleiben und auch mein Verstand. Schliesslich kann ich dann erzählen wieviel ich bereit bin zu opfern, wie wichtig er mir ist, dass ich sogar das mitmache und bla bla. Wir tun also all die Sachen, die er mir vorschlug: frühstücken, spazieren gehen und all das Zeug.

Und eigentlich ist es gar nicht so schlimm. Fast sogar ein bisschen schön. Ich ertappe mich dabei, wie ich die Luft geniesse. „Und? So schlimm ist es doch nicht?““Nein sooo schlimm ist es nicht.“ Ich mache ein leidendes Gesicht. Nicht, dass er noch denkt ich hätte Spass oder so.

 

Random Facts

Ich freu mich auf: Mittwoch. Die #Urban Karaoke Party. Alte Freunde wiedersehen. Neue Freunde kennenlernen. Quatsch machen. Betrunken sein. Glücklich sein. Und sogar eine Runde singen – nicht. (Ihr könnt übrigens dabei sein: einfach hier eure Emailadresse hinterlassen)

Gegessen: Gaaaaaanz viele Pelmeni und Wareniki. Solange und soviel bis ich selbst eine große Teigtasche war.

Gesucht: die perfekte Lederhose. Aber leider nicht gefunden. Aus echtem, weichem, strechigem Leder sollte sie sein, mit Zippverschlüssen an den Beinen und toll sitzen sollte sie auch. Tipps?

Verliebt: in die Chanel Boy Bag. Ich will sooo gern eine. Unbedingt. Jetzt sofort.

Süß: meine Katzen. Ich war jetzt echt lange weg und während sie am ersten Tag noch beleidigt waren und mich nicht mal mehr mitm Katzenpopo anschaut haben, weichen sie mir seit einigen Tagen nicht mehr von der Seite. Zucker <3

Gedacht: „Bist du religiös?““Nein, aber gläubig“ Ich glaube nicht an die Kirche, aber ich glaube. An ein Leben nach dem Tod. An Karma. An Mich. Was aber nicht heisst, dass ich Religion, in welcher Form auch immer, nicht respektiere. Es soll nur jeder für sich entscheiden dürfen. Meine Meinung!

 

Diese Woche:

ganz viel Moskau und generell ganz viele Beiträge. Es wird ganz schön viel los sein nächste Woche. Mein Nachholbedarf ist rieeeesig! :)